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Bürgerinitiative „Lindenretter“, Unterschriftenliste

Gibt es doch noch eine Chance für den Erhalt der fast 100-jährigen Linde und der weiteren alten Bäume an der Ecke Kisdorfer Straße /Bürgermeister-Steenbock-Straße?

Seit Kurzem gibt es eine Bürgerinitiative, die sich genau dafür einsetzt und bereits schon in kurzer Zeit sehr regen Zuspruch gefunden hat.

Interessierte können HIER die Unterschriftenliste herunterladen und z. B. in der Nachbarschaft und im Bekanntenkreis Unterschriften sammeln.

Die vollen Listen können dann bei der Initiatorin, Ilona Schlömann, Amselstraße 28 abgegeben werden.


Bericht der Ulzburger Nachrichten vom 05. Juni 2019: http://ulzburger-nachrichten.de/lasst-die-linde-leben/ mit folgendem Text:

Es besteht möglicherweise doch noch Hoffnung für die alte Henstedter Linde und die anderen wertvollen Bäume auf dem Grundstück Kisdorfer/Bürgermeister-Steenbock-Straße: Ein Ehepaar aus Ulzburg-Süd ist dabei, eine Bürgerinitiative ins Leben zu rufen, die das Fällen der Bäume und den Bau eines Verkehrskreisels in diesem dörflichen Ortsteil abwenden soll. Allerdings: Eile ist geboten, und viele Mitstreiter werden benötigt.

„Rechtlich gibt es wohl kaum noch Möglichkeiten, diesen erneuten Raubbau an der Natur in unserem Ort zu verhindern“, sagt der ehemalige parteilose Gemeindevertreter Jörg Schlömann, dessen Frau Ilona den Einfall mit der Bürgerinitiative „Lindenretter“ hatte. Die Ortspolitiker von CDU, Liberalen und BFB hätten nun mal ordnungsgemäß den fraglichen Bebauungsplan beschlossen; wann er rechtskräftig werde, sei wohl nur noch eine Frage der Zeit. „Wir müssen also möglichst viele Bürgerinnen und Bürger mobilisieren, die gegen eine weitere Zerstörung der Natur zugunsten von Infrastrukturmaßnahmen aktiv werden und ihren Unmut notfalls auch sehr nachdrücklich und hartnäckig kundtun.“

Der aufmüpfige Journalist: „Je mehr Gegner des Projekts sich organisieren, desto größer sind die Aussichten, dass die wachstumshörigen Ortsentscheider ihr umstrittenes Vorhaben noch einmal überdenken und bestenfalls aufgeben.“ Schlömann gibt sich zuversichtlich: „Wenn die Bürgerinitiative stark genug ist, werden die Befürworter des widersinnigen Plans es sich sicherlich überlegen, ob sie ihr Vorhaben gegen den Willen ihrer möglichen Wählerinnen und Wähler durchdrücken wollen. Der Ausgang der jüngsten Europawahl dürfte auch dem letzten Politiker gezeigt haben,wie ernst der wachsende Unmut in der Öffentlichkeit zu nehmen ist und bequeme Mehrheiten schwinden. Der oft beschworene mündige Bürger macht jetzt wirklich den Mund auf und zeigt der Politik die Zähne. Die Bürgerinitiative möchte angehört werden und wird den Dialog mit den Fraktionen suchen. Es gibt genügend Argumente, die gegen den Kreisel und für den Erhalt des Baumbestands sprechen.“

Der ehemalige Gemeindevertreter kann sich sogar einen öffentlichen Blumen- und/oder Gemüsegarten auf dem fraglichen Gelände vorstellen. Ein Dorn im Auge ist ihm vor allem der geplante Kreisel. Schlömann: „Diese Bauwerke dienen vor allem dazu, den Autoverkehr flüssiger zu machen. Was also soll so etwas im engen Ortskern von Henstedt, wo man tunlichst nicht schneller als 30 km/h fährt. Statt eines solchen Riesenbauwerks sollten die Verantwortlichen lieber dafür sorgen, dass Fußgänger und Radfahrer sich ungefährdet in dieser beengten Verkehrsfläche bewegen können.“

Schlömanns Optimismus in Sachen „Lindenretter“ kommt nicht von ungefähr; zur Erinnerung: Seine Frau Ilona und er waren vor Jahren maßgeblich an der Gründung der Bürgerinitiative „Stopp Beckershof“ beteiligt. Sie verhinderte letztlich die Entstehung eines neuen Ortsteils westlich der AKN-Trasse in Ulzburg-Süd. Wer das Ehepaar bei seinem weiteren Versuch, ein umstrittenes Bauvorhaben zu verhindern und wertvollen Baumbestand zu erhalten, unterstützen möchte, hat erste Gelegenheit dazu beim Gemeindefest am Pfingstsonnabend von 14 bis 17 Uhr im Bürgerpark: Am Stand der Wählergemeinschaft WHU liegen Listen aus, in die sich interessierte Mitstreiter eintragen können. Schlömanns kämpferischer Aufruf zum Mitmachen an die Bürgerinnen und Bürger: „Zeigen Sie mutig, wer wirklich das Sagen hat in unserer viel zitierten ‚Gemeinde im Grünen‘.“
cm
5. Juni 2019