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WHU bestürzt über Fällung der Henstedter Linde

Ein großer, ca. 80-jähriger, vitaler Baum, der maßgeblich den dörflichen Charakter von Henstedt prägte, ist nunmehr Geschichte: Die Linde an der Kreuzung Kisdorfer Straße / Bürgermeister-Steenbock-Straße wurde am Freitag, den 02. August 2019 gegen Mittag gefällt.
„Wir sind bestürzt über diese Aktion“, so Karin Honerlah, Fraktionsvorsitzende der WHU, „zumal es gute Chancen gab, den kürzlich mit nur knapper Mehrheit von CDU, FDP und BFB beschlossenen Bebauungsplan, der den Schutz der Linde aufhebt, vor Gericht anzufechten.“

Überdies hat sich vor einiger Zeit eine entsprechende Bürgerinitiative, die „Lindenretter“, mit dem Ziel formiert, das Schicksal des Baumes abzuwenden. Diese Bürgerinitiative verzeichnete einen stetig wachsenden Zulauf von Unterstützern.

Nun jedoch wurden durch die überraschende Fällung der Linde unumkehrbare Fakten geschaffen – egal, wie die Bürger/innen darüber denken.

Die WHU prüft derzeit, ob diese Fällung rechtens war. „Sollte hier eine Unrechtmäßigkeit vorliegen, muss mit aller Härte gegen die Verursacher vorgegangen werden!“, so die einhellige Meinung aller WHU-Fraktionsmitglieder.

„Grünflächen im Ort erhalten" und „den dörflichen Charakter von Henstedt bewahren", das waren zwei häufig geäußerte Wünsche von Bürger/innen im Rahmen des zurzeit stattfindenden Integrierten Gemeinde-Entwicklungskonzeptes (IGEK). Doch wie sich hier zeigt, werden diese Wünsche von den oben genannten Parteien schlichtweg ignoriert, indem ein ortsbildprägender und dem Gemeinwohl dienender Baum den Interessen eines einzelnen Investors geopfert wird.

„Vor diesem Hintergrund gerät der IGEK-Prozess leider immer mehr zu einer Farce", so Verena Grützbach, Gemeindevertreterin und Mitglied im IGEK-Ausschuss der Gemeinde.

Karin Honerlah für das Presseteam, 4. August 2019