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Redebeitrag zum Bebauungsplan 147, Wagenhubergelände
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit dem Bebauungsplan 147 sollen auf dem sogenannten Wagenhubergelände rund 200 neue Wohneinheiten entstehen. Damit geht jedoch auch eine erhebliche Zunahme des Individualverkehrs einher. Die alleinige Erschließung des neuen Quartiers über die Norderstedter Straße wird diese nicht nur zusätzlich belasten, sondern verschärft bereits bestehende Verkehrsprobleme.
Besonders kritisch sehen wir dabei das geplante Einfahren vom Wagenhubergelände auf die Norderstedter Straße im sogenannten „Winke-Winke-Verfahren“.
Dieses Verfahren mag auf dem Papier funktionieren, ist in der praktischen Umsetzung jedoch weder verlässlich noch zukunftstauglich – schon gar nicht angesichts des zu erwartenden Verkehrsaufkommens.
Darüber hinaus führt die vorgesehene Bebauung zu einem deutlichen Verlust bestehender Grün- und Waldflächen. Das widerspricht unserer Vorstellung von einer grünen, lebenswerten und ökologisch verantwortungsvollen Gemeindeentwicklung.
Eine große Chance wurde zudem vertan: Ein ganzheitliches, nachhaltiges Wohnquartier zu planen – beispielsweise mit einem zentralen Blockheizkraftwerk, ergänzt durch Photovoltaik sowie einem innovativen Regenwassermanagement – dies wäre möglich gewesen, wurde aber nicht weiterverfolgt.
Auch die geplante Anzahl kleinerer Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern ist aus unserer Sicht unzureichend. Gerade hier hätten wir uns deutlich mehr geförderten und bezahlbaren Wohnraum gewünscht, um soziale Vielfalt und echte Zugangsgerechtigkeit zu schaffen.
Da diese wesentlichen Ziele nicht erreicht werden, lehnen wir als WHU den Bebauungsplan 147 ab.